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Vergleich

Schallzahnbürste oder rotierende Zahnbürste?

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Bei elektrischen Zahnbürsten gibt es zwei große Lager: Schallzahnbürsten, wie sie etwa Philips mit der Sonicare-Reihe anbietet, und oszillierend-rotierende Modelle, für die vor allem Oral-B steht. Diese Seite erklärt, wie die beiden Antriebsprinzipien funktionieren, wie sich Kopfform und Putztechnik unterscheiden und welche praktischen Folgen das im Alltag hat. Aussagen zur Reinigungsleistung überlassen wir den Herstellern und Ihrer Zahnarztpraxis, hier geht es um nachvollziehbare Unterschiede bei Technik und Handhabung.

Zwei Antriebsprinzipien im Überblick

Bei einer Schallzahnbürste treibt ein Motor den Bürstenkopf zu sehr schnellen seitlichen Schwingungen an. Die Bewegung ist klein, aber schnell. Hersteller nennen typischerweise rund 31.000 bis 62.000 Bewegungen pro Minute, Philips gibt für viele Sonicare-Modelle 62.000 Bürstenkopfbewegungen pro Minute an. Die Schwingung bewegt auch die Flüssigkeit aus Speichel und Zahnpasta im Mund, Philips bezeichnet das als Fluid Action.

Eine oszillierend-rotierende Zahnbürste dreht einen kleinen runden Kopf schnell ein Stück nach links und wieder nach rechts. Viele Modelle ergänzen das um eine Pulsation, also schnelle Stöße nach vorn. Bei der Oral-B Pro nennt der Hersteller zum Beispiel 8.800 Oszillationen und 20.000 Pulsationen pro Minute, die iO-Reihe nutzt einen Magnetantrieb mit Mikrovibrationen. Alle Zahlen sind Herstellerangaben und nicht direkt zwischen den Systemen vergleichbar.

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Kopfform und Putztechnik

Der sichtbarste Unterschied ist der Kopf. Schallzahnbürsten haben einen länglichen Kopf, ähnlich einer Handzahnbürste. Sie setzen ihn schräg zum Zahnfleischrand an und führen ihn langsam mit leichten Bewegungen über die Zähne. Rotierende Zahnbürsten haben einen kleinen runden Kopf, den Sie von Zahn zu Zahn führen und kurz an jedem Zahn halten.

Beide Techniken lassen sich schnell lernen, fühlen sich aber unterschiedlich an. Wer von der Handzahnbürste kommt, findet die Schalltechnik oft vertrauter, weil die Kopfform ähnlich ist. Der runde Kopf erfordert anfangs mehr Umgewöhnung, weil man nicht mehr über mehrere Zähne gleichzeitig streicht. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für beide Kopfformen finden Sie unter Elektrische Zahnbürste richtig benutzen.

Die Unterschiede als Tabelle

Die Tabelle fasst die praktischen Unterschiede zusammen. Sie ersetzt keinen Blick auf das konkrete Modell, denn innerhalb beider Systeme gibt es große Ausstattungsunterschiede.

Putzgefühl, Geräusch und Gewöhnung

Viele Menschen beschreiben das Putzen mit einer Schallzahnbürste in den ersten Tagen als kitzelnd. Einige Philips-Modelle haben deshalb eine Eingewöhnungsfunktion namens EasyStart, die laut Listing die Leistung während der ersten 14 Putzvorgänge sanft steigert. Bei rotierenden Modellen spüren Sie die Bewegung stärker am einzelnen Zahn, das empfinden manche als gründlicher, andere als ungewohnt.

Auch das Geräusch unterscheidet sich. Schallzahnbürsten summen hoch, Getriebe-Modelle wie die Oral-B Pro surren hörbar. Die iO-Reihe wird von Oral-B als leiser beschrieben. Wer empfindlich auf Geräusche reagiert, sollte das in die Entscheidung einbeziehen. Bei Sonicare-Modellen, die ungewöhnlich laut werden, hilft der Artikel Philips Sonicare zu laut.

Folgekosten und Auswahl an Köpfen

Bei beiden Systemen sind die Aufsteckbürsten der wichtigste laufende Posten. Hersteller empfehlen einen Wechsel etwa alle drei Monate. Beide Marken bieten mehrere Kopfvarianten an, etwa für die tägliche Reinigung, für empfindliches Zahnfleisch oder zum Aufhellen. Achten Sie darauf, dass die Köpfe zum Griff passen: iO-Köpfe passen nicht auf Pro-Griffe, und Sonicare-Köpfe sind nicht mit Oral-B kompatibel.

Die Zahl der Köpfe pro Jahr für Ihren Haushalt ermittelt der Bürstenkopf-Wechsel-Rechner. Mehr zu den laufenden Kosten steht unter Folgekosten einer elektrischen Zahnbürste.

Welches System passt zu Ihnen?

Es gibt keinen allgemeinen Sieger. Entscheidend sind Ihre Vorlieben und die Empfehlung Ihrer Zahnarztpraxis, die Ihre Zähne, Ihr Zahnfleisch und eventuelle Versorgungen wie Brücken, Implantate oder Zahnspangen kennt.

  • Eher Schall: Sie mögen die Form einer Handzahnbürste und ein leichtes, kribbelndes Putzgefühl
  • Eher rotierend: Sie putzen gern Zahn für Zahn und mögen den kleinen runden Kopf
  • Unentschlossen: Fragen Sie bei der nächsten Kontrolle nach, welche Technik zu Ihrer Situation passt

Hinweis:Bei empfindlichem Zahnfleisch, Zahnfleischbluten oder Schmerzen ersetzt keine Zahnbürste den Besuch in der Zahnarztpraxis.

Die besten Schallzahnbürsten ansehen →

Häufige Fragen

Ist eine Schallzahnbürste sanfter als eine rotierende? Viele empfinden sie so. Ob eine Technik für Ihr Zahnfleisch besser geeignet ist, kann nur Ihre Zahnarztpraxis beurteilen. Bei beiden gilt: nicht fest drücken.

Ist eine Ultraschallzahnbürste dasselbe wie eine Schallzahnbürste? Nein. Die meisten als Ultraschall beworbenen Modelle arbeiten technisch im Schallbereich. Den Unterschied erklärt Schallzahnbürste oder Ultraschallzahnbürste.

Kann ich nach Jahren das System wechseln? Ja, das ist problemlos möglich. Planen Sie aber ein paar Tage Eingewöhnung ein, weil sich Führung und Putzgefühl unterscheiden.

Welche rotierenden Modelle gibt es? Eine Auswahl finden Sie unter die besten rotierenden Zahnbürsten.

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